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gutes E

Gestern hatte ich schlechte Laune. Dann hat mir Maggie £15 geliehen. Dann haben Rapier, Al und ich jeweils diesen Betrag in ein E investiert, und gedacht: “Das kann eigentlich nur Abzocke sein.”

Später kratze ich mit Rapier das restliche Kleingeld zusammen, es reicht für drei Flaschen Basics. Also vorglühen, Maggie, Asif und Kathy sind auch am Start. Dann Richtung Kushion, ist zu, Flat 0/1, ist guestlist only, aber ein Mädel in einem Papageienkostüm verteilt free passes fürs O’Cuture. Das ist alles was uns interessiert, ich bin eh pleite, abgesehen von dem kleinen rosa Brocken in meiner Tasche.

Also rein da, irgendwie Beachparty, Drink, Kippe, Drink (Danke, Maggie!), dann meinen rosa Diamanten¹ einbauen, in die Ledercouch chillen, warten. Rapier hat es schon gefickt, bei mir setzt es gerade langsam ein, als Al anruft, er kommt nicht rein. Also raus, auf die Fußgängerzone, zu den Lichtern. Feuerwerk! Und wir tanzen zu dem Straßenmusiker, er spielt “stir it up”, der absolute Hammer.

Dann zurück zum Wohnheim, draußen im Gras liegen, alleine, feinsten Goa im Kopfhöhrer und die ganze Schönheit dieser Nacht aufsaugen. Die Lichter ansehen mit den Augen eines Verliebten. Durch die Grashalme streichen, als währe es deine Haut. Viel zu verschnitzelt um alleine zu sein.

Dann kommen die Anderen vorbei, die waren noch Gras und mehr Pillen holen, wir gehen zu Al. Eine für Maggie und Asif, eine zerbröseln, ich streiche fünf Lines auf. Huuiii…

Nachlegen ist immer gut. Mit den netten Leuten hier vergeht die Zeit wie im Flug, um fünf ist der göttliche Glanz in den Dingen wieder verschwunden, aber immer noch fetzen gut drauf. Wir rauchen das Gras, um sieben gehe ich ins Bett. Nach ein paar Stunden drifte ich von einem Dämmerzustand schlussendlich zu echtem Schlaf über.

Nachmittags wache ich auf, immer noch irgendwie buzzing, kleiner Restespliff, dann raus in die Sonne. Kein Comedown bis jetzt.

War keine Abzocke.

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¹ http://www.pillreports.com/index.php?page=display_pill&id=25419

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schlechtes E

Meine Nase ist gebrochen und ich habe Blut gekotzt heute Mittag. Mein Körper ist voller kleiner und mittelgroßer Wunden und blauer Flecken, keine Erinnerung woher genau. Ich bin in Als Bett aufgewacht, obwohl ich mich erinnere auf dem Boden einzuschlafen, den Kopf auf einer IKEA-Tasche voll dreckiger Wäsche.

Erst habe ich mich mit Brombeere gestritten. Depression, ausrasten. Aber wir haben uns wieder versöhnt. Dann bin ich losgegangen. Habe Michael versetzt. Aber ich konnte ihn nicht anrufen. Mein Handy ist in einem weniger ausgeglichenen Moment gegen die Wand geflogen. Zwei Hälften jetzt, die mit dem Bildschirm habe ich immer noch nicht gefunden.

Also Churchill, Maggie und Rapier im Pub treffen, Lauder’s. Zwei doppelte GT, angeblich gibts im anderen Wohnheim Gras und gute Pillen. Hin, aber der Typ macht die Tür nicht auf. Shit! Und unser Stammdealer ist übers Wochenende nach Liverpool gefahren. Asif und Nasir saufen. Mit ihnen die Party auf ground floor auschecken. Auch die Franzosen sind da, ich glaube die wohnen hier. Alise und die wunderschöne Fela sind beide rotzevoll. Ich überlege kurz, das auszunutzen. Naja, es zumindest zu versuchen. Fela haut mich einfach um. Ich denke an Brombeere. An den Streit. Ne, das ist es nicht Wert. “Nicht fremdficken”, schreibe ich auf einen imaginären Zettel und klebe ihn in mein Hirn. Genau darüber haben wir nämlich gestritten.

Alle Richtung Bamboo, scheiß Club, aber heute Eintritt frei, Drinks 1£, alle wollen da hin. Die furchtbare RnB-Chart-Scheiße, die da läuft, kann ich zu diesen Bedingungen schon aushalten. Ordentlich einsaufen mir Churchill und Rapier, circa 25£. Dann lauft “Can’t touch this”, kurz dancen, dann Richtung Sleazy. Auf dem weg lerne ich zwei witzig-schräge Artschool-Mädels kennen. Die kommen instant mit mir mit. Dort: Großartige Musik, funkiger Techno mit viel 808, zwei Typen machen das ganze live, später deeper Dubstep a la Breakage. Raste voll aus und tanze mit der Dickeren. Dann hol ich mir ein Bier, an der Bar steht ein Typ der aussieht wie Dude Lebowsky. Kommen ins Gespräch weil ich im weg bin, er sprich recht gut deutsch, sein Vater ist aus Hamburg, er fragt ob ich einen von seinem Zeug bauen will. Also los, wundervolles squidgy black*. Raus zum Rauchen, Mannmannmann, das fährt gut ein. Der Dude fragt, ob ich Audiolith Records kenne, er liebt Frittenbude, sehr witzig alles. Wieder rein, weitertanzen, mit den Mädels, bis zum rauswurf. Fuck, 3 Uhr, wie immer zu früh. Dann draußen rauchen, mit zwei Typen, die Mädels scheinen sie zu kennen. Machen mir E klar, ziemlich teuer, kleine Blaue für 10£. Und rein damit, brr, bitter. Daran werde ich mich nie gewöhnen, I prefer to sniff.

Ich vollführe silly walks zur Afterhour bei den Mädels, die zwei Typen kommen auch mit. Wohnen eh fast auf dem Weg heim, passt. Süße Katze. Brauche Wasser, auf dem weg zum Waschbecken falle ich fast aufs Maul. Aaah. Wasser tut gut. Das E verspuhlt mich aufs übelste. Immer wieder kurzzeitig völlig planlos, allen wird unscharf, schwarz-weiß. Fühle mich gut, wie ein verwesendes Fischstäbchen auf einem Ozean aus Watte. Warum läufst du immer vor mir weg, blöde Katze.

Als nächstes erinnere ich mich, wie ich aufspringe und kotzen muss. Komisch: Ich ziehe meine Jacke an und laufe raus. Falle die Treppe runter. Aus der Tür und kotzen, besser!

Ich habe nur lückenhafte Erinnerung an den Nachhauseweg. Wache in einem Busch auf und schaue die Lichter an. Wunderbar. Das Fischstäbchen ist jetzt ganz aufgelöst, nirgendwo und überall.

Als ich ins Wohnheim komme und den Computer ausschalten will, sehe ich, das “Big Gay Al” noch bei Skype online ist. Läd mich zum versumpfen ein, keine Ahnung wie ich in dem Zustand noch sinnvoll tippen konnte. Also rüber, mit Maggie und Rapier zusammen hängen wir wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Straight to Oslo. Ich schlafe auf dem Boden ein, so gegen halb 8. Zerstört.

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*squidgy black ist der englische Ausdruck für Knet-Hasch oder schwarzer Afghane.

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