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engaged (nicht ich)

Ich raste aus. Eingeladen auf die Hochzeit von einem Kumpel. Ich bin nicht sicher was das bedeutet. Ich bin auf auf absurde Weise stumpf, aber ich nehme alles in mich auf. Der Kopf dreht sich, aber nur soweit ich will, dass er sich dreht. Fünf Minuten, drei Stunden, i am well exited about the wedding. Ich weiß nicht genau warum. Mir ist das ganze überholte Eigentums-Zuschreibungs-Ritual völlig unklar, und ich bin auch nicht sicher, ob diese Ehe eine gute Idee ist, aber ich finde die Idee schön, zu feiern, dass zwei Menschen sich lieben. just for now.

Glückwunsch, Asif und Kathy.

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dramatische Musik

Kein Geld, keine Drogen, keine Freunde, kein Sex, kein Knistern, keine Schmetterlinge. Ich weiß, das geht vorbei. Das hat ausnahmsweise mal nichts mit hoffen zu tun. Aber wenn es dem  echten Leben an etwas fehlt, dann ist es die dramatische Musik.¹

Also abstumpfen, saufen, was es zu saufen gibt. Eine Flasche Basic, ist sicher nicht genug um besoffen zu werden. Gras schnorren währe auch eine Option. Getan, zwei, drei Tüten mit Al und Rapier, dann wieder zu mir, wo die Melancholie wie hässlich-zäher Nebel kniehoch im Zimmer steht.

Wenn man sich derart Zwanghaft an den Strohhalm Rausch klammert, dass man den letzten Rest pisswarmen Gin mit Wasser mischt, um ihn irgendwie runter zu würgen, ist es Zeit für Selbstreflexion.

Der Schmerz verschwindet nie ganz. Er kommt mit dem Ausnüchtern zurück, manchmal sogar noch schneller, der Schmerz von dir getrennt zu sein. Es hilft auch nichts, dass wir den Real-Life-Status unserer Beziehung zu “offen” geändert habe, obwohl ich das ja wollte, darauf gedrängt habe. Nur noch mehr Zweifel, Heimweh.

Wieso bin ich so ein Versager, verängstigt und zu tiefst fasziniert von fremden Frauen, unfähig den ersten Stritt zu machen? Gefangen in einem Netz aus Selbstzweifeln und irrealen Vorstellungen, wie Mann politisch korrekt jemanden aufreißt. Ich weiß es nicht. Aber ich will das durchziehen und ich ich brauche dich.

Und es fehlt die dramatische Musik.

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¹ Fanny van Dannen – Dramatische Musik

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Kater und Erwachsenwerden

Ein knisternder Morgen aus Cellophan liefert einen taufrischen Dienstag an und ich quäle mich aus dem Bett, Kopfschmerzen. Ich wollte gestern noch schreiben, war aber physisch nicht mehr dazu in der Lage: Augen stellen nicht mehr scharf, Schwierigkeiten, einen Stift zu halten. Bin dann in meinem Bett voller Kram, halb angezogen, eingeschlafen.

Brombeere ist weg, seit gestern mittag. Also lag es nahe, mich abzuschießen. Einfach um zu vergessen, dass sie nicht mehr hier ist, nach einer Woche voller Glück.  Also ins Pub, mit Rapier und Churchill. Vorher noch Gras aufstellen, dann weg. Man kann es getrost als Klischee eines Herrenabends bezeichnen. Es geht von classy nach classless, von Gin Tonic zu billigen aber starken Special-Offer-Drinks, von Gesprächen über Ägypten und Libyen zu “Ärsche und Titten”. Dabei erfahre ich jedoch einiges interessantes, gossip: Asif hat seine Freundin Kathy betrogen, mit einer von den Franzosen, heiß, heiß. Kathy ist natürlich außer sich. Und Maggie und Churchill vögeln jetzt, endlich, gratuliere. Dann nach  Hause, zwei, drei Joints und völlig fertig ins Bett.

Ich glaube, das ich weniger über Menschen urteile, seit ich mein Leben dem Genuss anstatt der Revolte verschrieben habe. Einfach angenehmer, nicht mehr auszurasten, einfach Rot zu sehen, weil jemand das Existenzrecht Israels in frage stellt. Dabei machen das weltweit Millionen von Menschen. Und ich habe einfach keinen Bock mehr die alle aus Prinzip zu hassen.

Was, wenn einem klar wird, das man früher einfach eine scheiß Person war? Ich mache: Einfach genießen, das ich grade ziemlich im Reinen bin mit mir selbst, mit Pizza, O-Saft, Joint und Fernsehen.

Das ist schön.

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zu gut

Die Gedanken rasen. Was, wenn die letzten 24 Stunden etwas zu gut waren? Betäubt und glücklich, aber wie immer zweifle ich. Fuck it!

Gestern so gegen halb zehn los, Brombeere abholen. Nach zwölf sind wir wieder im Wohnheim, happy, sie ist zum ersten mal hier. Dann wieder zweifeln, ob alles passt: Ob unsere Männer-Zweck-WG nicht viel zu grintig ist. Ob ich zu aufdringlich bin, zu geil, zu grob im Bett. Ob sie meine Leute hier leiden kann. Ob sie findet, das mein Leben zu abgefuckt ist, zu dependant.

Aber alles passt. Alles in Ordnung, alles wunderschön. Und ich kann es einfach nicht fassen. Bin ich so ein pessimistischer Vollidiot, dass ich glaube, das Leben hielte nichts Gutes bereit, keine großen Momente? Ich bin auf jeden Fall arrogant genug, mich zu fragen, ob das hier auch einer von diesen Momenten ist, diesen großen. Scheiße, Mann! Es fühlt sich gut an, das ist was zählt. Verdammt gut. Nimm was du kriegen kannst, und behalte jeden Moment.

Und so sitze ich hier, zweifelnd an meinem offensichtlichen Glück.Vollidiot! Stoned, ein paar Drinks, und eine wunderschöne Frau neben mir im Bett, die ich liebe. Da kann ich auf den Bass verzichten.

Und ich lächele und ich lächele und ich lächele.

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